Coco Berliner - Nils Aguilar

Februar 2015

Nils Aguilar freut sich
über die Früchte seiner Arbeit

Gott sei Dank wusste Nils Aguilar nicht, auf was er sich vor sieben Jahren einließ, sonst hätten wir seinen fabelhaften Dokumentarfilm nicht zu sehen bekommen. Aus einem inneren Bedürfnis heraus, ohne filmische Vorerfahrung hat der heute 34-Jährige einen Film selbst produziert, selbst Regie geführt, geschnitten und den Verleih übernommen. Herausgekommen ist "Voices of Transition". Er gehört zu den inspirierendsten Filmen, wenn es um das Aufzeigen von Auswegen aus der industrialisierten Landwirtschaft geht. Der Film zeigt viele einfach nachzuahmende Beispiele, wie man selbst aktiv werden kann oder wie auch ein ganzes Land einen Wandel zur urbanen Landwirtschaft geschafft hat. Konkrete Ideen, kein allgemeines Gemecker, war sein Ziel. Das ist gelungen.
Der Wahlberliner hat trotz der mühsamen Realisierung auch viel Positives mitnehmen können. Heute freut er sich über die Früchte seiner Arbeit: zahlreiche Festivalbesuche, DVD-Edition, Filmstarts in Deutschland, Österreich und Großbritannien. Im Interview spricht er ausführlich über seine Erfahrungen als ungelernter Dokumentarfilmer, aber auch über seine Liebe zu Argentinien, das Tanzen, den idealen Sehnsuchtsort und warum Paris für ihn eine museale Stadt ist.