Dezember 2015 / il Civetto / Musikband / Berlin-Kreuzberg

Coco Berliner - il Civetto - 1

Euer Debütalbum ist seit einem Monat auf dem Markt. Wie kommt es an? Wie sind die Reaktionen?
Leo: Auf der Release Party konnten alle Leute die Texte mitsingen. Echt krass. Ich glaube, es kam gut an. Ist ja auch ein geiles Album.

Leon: (lacht.) Entfernte Freunde hat das schon sehr überrascht. Die haben uns teilweise auch unterschätzt. Die Leute, die unsere Songs nicht kannten und uns trotzdem beim Crowdfunding unterstützt haben, hörten wir oft 'Wow, cool!’ sagen. Gerade von den Leuten hab ich echt gutes Feedback bekommen. Das war richtig schön. Wir haben allen Crowdfunding-Unterstützern einen persönlichen Brief geschrieben. Wir haben uns hingesetzt und versucht, jedem was Persönliches zu schreiben.

Tristan: Die Reaktionen waren bis jetzt durch alle Altersgruppen hinweg durchgehend positiv. Ich arbeite mit Kindern und Jugendlichen in einem Zirkus. Einmal hab ich unsere Musik dort bei unseren Übungsstunden zum Warmmachen aufgelegt. Ich hab nichts dazu gesagt. Die Kinder sind total positiv drauf angesprungen. Es herrschte totale Bewegungsfreude.
Dass die Reaktionen so positiv sind, zeigt sich ja auch darin, dass unsere Musik jetzt bei den Radiostationen gespielt wird und wir für verschiedene Interviews angefragt werden.
Unser Debütalbum ist jetzt nicht nur da, sondern es wird angenommen, interpretiert und für sich verstanden. Und das ist total schön.

Seitdem ihr das Debütalbum gemacht habt, fühlt ihr euch als Profimusiker, hab ich gelesen. Was sind eure Ambitionen? Was ist euer Ziel?
Leon: Ja, wir fühlen uns jetzt als Vollzeitmusiker und machen trotzdem noch andere Dinge nebenher. Unser Saxophonist Lars, der von uns mit Abstand am meisten Musik macht, hat echt, glaube ich, einen 14-Stunden-Tag.

Ambitionen haben wir eigentlich nicht. Das ist ja das Coole. Wir haben es nicht geplant, eine Band zu sein. Es steht zwar in unserem Pressetext, dass es spontan damals war, aber es gab nie das Gefühl, wir wollen jetzt eine Band sein.

Leo: Solche Gedanken sind oft auch gar nicht förderlich für kreative Projekte. Natürlich haben wir kurzfristige Ziele. Unser nächstes kurzfristiges Ziel ist es, einfach wieder unterwegs zu sein. In den letzten Monaten waren wir viel im Studio, und jetzt haben wir wieder Bock, raus in die Welt zu gehen. Klar entwickelt man noch gewisse Ansprüche. Wir haben keine Lust mehr, für 20 Euro in jeder kleinen Bar zu spielen, außer es sind ganz liebe Freunde. Wir müssen nicht mehr jeden Auftritt annehmen. Es ist schon schön, wenn man mit professionellen Leuten arbeitet, weil man auf diese Weise entspannter ist.

Leon: Nicht nur entspannter. Man fühlt sich auch geschätzter.

Leo: Man muss nicht mehr kämpfen, um geschätzt zu werden. Wenn du in irgendeine Stadt kommst, und da haben schon Leute Werbung für uns gemacht: Es ist ein Tontechniker vor Ort. Alles ist organisiert, und man kann sich nur auf die Musik konzentrieren. Darauf haben wir Bock.

So ein großes Ziel – so etwas wie 'wir wollen mal einen Major-Label-Vertrag haben oder ganz große Hallen füllen oder für immer davon leben' – davon machen wir uns frei. Wir würden es nicht ausschließen, aber es kommt wie es kommt. Wir denken immer kurzfristig und haben Spaß an allen Sachen. So haben wir es bisher gehandhabt und fuhren gut damit.

Leon: Unser Debütalbum haben wir natürlich etwas länger geplant. Da haben wir über ein Jahr dran gesessen. Für uns ist schon klar, dass wir als Team so zusammengeschweißt sind, dass wir zusammen weiter machen. Es ist auf jeden Fall unser Ziel, so lange wie möglich zusammenzubleiben.

Ich finde es auch realistischer, sich kleine Ziele zu stecken. Ansonsten vergibt man sich gewisse Freiheiten, wenn man einem großen Ziel hinterherrennt. So schaut man gar nicht mehr nach links und rechts und nimmt nichts mehr auf...
Leo: Ja, genau. Stell dir vor, du schreibst gerade einen Song und die anderen finden ihn nicht gut, dann hängt da gleich dein Zukunftsplan daran. Das ist zu viel Bürde, zu viel Druck. Es ist besser, sich davon, so gut es geht, frei zu machen.

Ihr sagt immer, ihr liebt das Reisen. Das Reisen war sogar der Grund, dass ihr mit Musikmachen angefangen habt, um euch das Reisegeld zu erspielen. Und jetzt ist es vielleicht so, dass das Reisen das Fundament für die Musik ist? Schöpft ihr aus den Reisen Texte und Melodien, die für eure Musik wichtig sind?
Leon: Was auf jeden Fall ein Element des Reisens ist, ist das Kreativität-finden.

Seid ihr oft zusammen unterwegs oder jeder für sich?
Leo: In verschiedenen Konstellationen. Das ist immer ganz frei. Die Intention des Reisens ist nie Musik zu finden. Das passiert eher zufällig.
Eine Reise würde ich jedem empfehlen. Es ist immer gut, um den Kopf frei zu bekommen... ein Perspektivwechsel, eine neue Sicht auf alles. Und wenn man sich angewöhnt, viel zu reisen, dann denkt man auch globaler auf eine Art. Wenn man wirklich Musik macht – also einfach so kreativ gerade schreibt ohne drüber nachzudenken – , dann kommen einfach mehr Sachen, die man mal irgendwo aufgeschnappt hat. Es gibt keinen direkten Weg nach dem Motto ‚Ach, ich hab mal Lust was Türkisches zu machen und denke mir ein Lied im Siebenachteltakt aus'. Das ist eher so, wenn man viel reist, andere Sprachen hört und spricht und andere Musik beim Reisen hört, dann kommen einem auch immer ganz andere Ideen.

Habt ihr vielleicht ein Beispiel? Was hat euch auf einer Reise so beeindruckt, dass es im Nachhinein in die Musik eingeflossen ist?
Leo: Das Lied „Baba Che“ ist zum Beispiel in einem westafrikanischen Slang geschrieben. Das Lied hat Wörter aus dem Wolof, was man im Senegal spricht. Die beiden Leons waren dort. Das Lied ist nicht im Senegal entstanden, aber danach.

Leon: Es gibt schon eine Vorversion. Ich hab ein Video von Leon (Leon Keidtisch, der Sänger, Anm. d. Red.) auf einem Dach, auf dem er eine Vorversion von dem späteren Lied singt.
Wir waren beide bei der Familie von meinem Trommel-Lehrer und hatten dort viele Freunde, die uns auf irgendwelche Feste mitnahmen. Überall hast du Musik gehört. Es war auch so eine krasse Kultur-Überforderung. Es war einfach sehr intensiv, weil wir wirklich überall mitgegangen sind. In unserer freien Zeit haben wir uns dann aufs Dach gesetzt und ein bisschen herumgeplänkelt. Gerade da kam was dabei heraus. Ich glaube, es hat viel mit freier Zeit zu tun. Ich mache mir solche Bilder. Ich weiß nicht, ob es stimmt. Letztlich könnte der Ursprung des Liedes alles sein, was es dort vor Ort war.

Zum Debütalbum gibt es bereits ein erstes Video. Wer hatte die Idee zum „Baba Che“-Video?
Leon: Die Idee hatte der Regisseur Alexander Ullmann, ein Freund von mir. Er ist eigentlich Fotograf, hatte aber Lust auf ein Video-Projekt. Wir hatten viele Ideen. Die Geschichte, die das Video erzählt, ist eine andere als unsere. Wir konnten uns aber voll gut damit arrangieren.

Mir hat es sehr gefallen, dass in dem Video von nur knapp vier Minuten eine gefühlt sehr lange Geschichte erzählt wurde.
Leon: Ist für dich die Musik da untergegangen?

Oh nein gar nicht. Ich hab gelesen, ihr habt noch ein zweites Video in petto?
Leon: Ja, das ist ein Live-Video. Da wird keine Geschichte erzählt. Das haben wir in der Filmhochschule „Konrad Wolf“ in Potsdam gemacht. Dort gibt es einen 15 Meter hohen Raum. Ein Freund von uns hat an der Decke Mikrofone angehangen, um den Hall von diesem Raum mitzukriegen. Wir haben dort noch einmal den Song „C’est pas part“ vom Debütalbum ganz neu aufgenommen. Das hatte eine ganz besondere Atmosphäre. Diese Aufnahmen haben wir gefilmt.

Hat das Lied „Liberté Ana“ afrikanische Wurzeln?
Leon: Ja. Leon, unser Sänger, war in Kenia und Uganda für zwei Monate unterwegs. Aus dem Kontext ist der Song entstanden. Bei Leon merkt man das ganz krass. Wenn er aus dem Urlaub zurück ist, hat er 20 Ideen im Gepäck. Leon hat die tolle Eigenschaft, sich in eine Kultur richtig einzufühlen.

Und wenn man Musik macht, kommt man den Menschen so nah. Im Senegal war das richtig toll. Wir haben ja bei einer Familie gelebt: ich für drei Monate, Leon für einen Monat. Wir mussten uns gar keine Gedanken machen, ob wir touristische Barrieren durchbrechen mussten. Jeder war vor Ort begeistert, weil wir Instrumente bei uns hatten. Auch als wir dieses Jahr nach Istanbul mit unseren ganzen Equipment geflogen sind, haben wir allein am Flughafen schon 20 Leute kennen gelernt.

Wenn man so viel reist, ist es ja auch schön, dass man bei der Rückkehr ein Gefühl für seine Heimatstadt bekommt. Ihr seid alle waschechte Berliner. Was findet ihr gut an eurer Stadt?
Leon: Am wichtigsten ist immer wieder – da kann ich auch für die anderen sprechen – dass man rausgehen kann, und alle Freunde wohnen um die Ecke. Ich mag das Kiezige an Berlin. Ich treffe die Jungs zufällig auf der Straße, wir gehen in die selben Läden. Das ist total schön, wenn ich von einer Reise zurückkomme.

Die Mischung aus dem beständigen Freundeskreis und man kann trotzdem noch viele neue Dinge kennen lernen – das gefällt mir. Wenn ich nach Berlin zurückkomme, versuche ich immer die Mentalität beizubehalten, gegenüber allen offen zu sein...mit mehr Leuten in der U-Bahn vielleicht zu quatschen. Man kann das in Berlin schon echt gut, weil es hier viele Leute gibt, die von überall her kommen. Ich weiß nicht, ob es in anderen Städten auch so gut geht, aber ich habe das Gefühl, es geht nur hier so easy.

Tristan: Ich hatte gestern eine Situation mit einer älteren Dame. Ich bin S-Bahn gefahren. Es gab noch Sitzplätze, als ich reinkam. An einer Stelle gab es noch eine schmale Stelle. Ich hab mich dort dazwischengedrängelt. Ganz freundlich vorher gefragt. „Ist da noch Platz? Kann ich mich setzen?" Eine ältere Dame neben dem freien Sitz in einem schicken roten Pelz, fing gleich an, als ich mich hinsetzte, ihren Arm an meinen zu reiben und an zu lachen und meinte "Es ist ja kalt. Wir müssen ja zusammenhalten im Winter". Das war so eine witzige Situation, in der ich gemerkt habe, es gibt sie doch noch die aktive Interaktion, und man ist nicht nur in der Kopfhörer- oder Handywelt gefangen.

Ihr gehört zu den wenigen Bands in Deutschland, die zurzeit eine Förderung von der „Initiative Musik“ bekommt. Wie lange bekommt man die?
Leo: Das ist eine Projektförderung. Wir wollten unser Debütalbum machen, und dafür haben wir uns um diese spezielle Förderung beworben. Das war ganz witzig bei der Antragstellung, wenn man mal die eigene Musik vertheoretisieren muss. Wir haben zwei Säulen in dem Text aufgebaut: Spontanität und Lebensfreude (was auf unser Live-spielen abzielt) und eine feine Melancholie, die immer mitschwingt.

Tristan: Dazu gehört nicht nur das Album aufnehmen, sondern z.B. auch Plakate drucken.
Dieses Jahr waren es 57 Musiker oder Musikgruppen, die gefördert wurden. Schon eine ganze Menge.

...auf ganz Deutschland bezogen ist es wenig. Allein in Berlin findet man bestimmt 57 Bands, die eine Förderung wollen. Von daher könnt ihr wirklich stolz sein, dass es geklappt hat.
Wann habt ihr festgestellt, jetzt müssen wir noch ein Crowdfunding machen?
Leo: Das haben wir von Anfang an geplant.

Tristan: Wir haben uns akribisch mit der "Initiative Musik" über die Finanzplanung abgestimmt, und dann haben wir gedacht, wir brauchen noch Unterstützung, weil die Qualität der Musik einfach teuer ist. Der Anspruch der Musik ist teuer. Alles ist Hochglanz. Plattformen wie Spotify garantieren eine bestimmte Soundqualität, die aber wiederum viel Geld kostet.

Mit dem Crowdfunding wollten wir auch das Gemeinschaftsgefühl verstärken. Dass es nicht nur darum geht ‚hey, wir sind 'ne Band, ihr findet uns toll, wir machen ein Album und ihr kauft das’, sondern das ist unser Projekt und euch ist es freigestellt, ob ihr Lust habt, euch daran zu beteiligen. Und die Beteiligung ist ganz schön ausgefallen.

Was macht ihr neben der Musik, um finanziell über die Runden zu kommen? Ihr könnt doch bestimmt noch nicht von der Musik leben, oder?
Leo: Ich studiere Politik und Soziologie und bekomme Bafög. Leon, unser Sänger, studiert nur Politik. Leon, neben mir, studiert Philosophie und Geschichte.

Tristan: Ich mache eine Erzieherausbildung und will im Jugendbereich später gerne arbeiten.

Leo: Lars hat noch ganz viele andere Musikprojekte. Er bereitet sich gerade auf ein Tontechnik-Studium an der HFF Potsdam vor. Lars ist freischaffender Musiker und produziert noch ganz viele kleine Kunstprojekte. Einmal in der Woche nimmt er in seinem Studio bestimmt auf.

Leon: Das Studio war ein Projekt von Lars und mir, als wir 15 waren. Das Studio war eine normale Zweizimmerwohnung. Wir haben dann aus dem einen Zimmer ein Aufnahmestudio gemacht, und das andere hat ein Kumpel als Fotostudio genutzt. Und Lars hat im Studio auch geschlafen. Wir haben ihm alle ein Zehner gegeben und der Rest kam über Gigs rein.

...ein Studio in Berlin zu finden wird immer schwieriger.
Tristan: Ein Studio innerhalb des Stadtrings ist schwer zu finden. Unsere Elterngeneration erzählt immer, dass man sich in den 90ern in Kreuzberg in quasi jedem Hinterhof ein Studio einrichten konnte. Aber jetzt platzt Berlin aus allen Nähten. Und wir hatten mit unserem bzw. Lars’s sein Studio echt Glück gehabt.

Gibt es andere Kunstrichtungen, die euch neben der Musik sehr ansprechen? Die vielleicht auch wieder in eure Musik mit einfließen.
Tristan: Ich zeichne total gerne. Characters vor allem. Früher fand ich Sprühen total gut. Ansonsten ist es der Zirkus, der mich seit ein paar Jahren kontinuierlich begleitet. Das ist so eine darstellende Kunstrichtung, in der sich Sport und Schauspiel treffen und mit Musik unterlegt ist. Das ist eine schöne Plattform, um zur gleichen Zeit in verschiedene Richtungen kreativ zu sein.

Leo: Bei mir ist es der Filmschnitt. Bei unserem Crowdfunding-Video hab ich z.B. den Final Cut gelernt. Film ist etwas, was mich sehr lange schon begleitet. Ich hab öfter mal bei Filmprojekten mitgeholfen. Meist organisatorisch oder als Komparse vor der Kamera gestanden. Zudem mache ich seit acht Jahren schwarz-weiß Analogfotografie. Ich entwickele meine Filme auch selber. Hab auch schon einmal ausgestellt. Gerade ist mein Fokus aber auf Filmschnitt, nicht im klassischen Sinn auf Fiction, sondern auf Videoart, bei der es mehr um eine Verbindung von Musik und Foto geht. Und zurzeit schreibe ich auch viele Gedichte. Irgendwie kam es aus mir heraus. Zuerst hab ich gedacht, es wird ein Songtext, aber dann hab ich es als Gedicht voll schön gefunden, ohne Musik dahinter.

Tristan: Grundsätzlich stehen wir auf Gemeinschaftsprojekte.

Leo: Wir hatten eigentlich vor, wenn wir die Record Release Party in einer größeren Halle gemacht hätten, eine Tanzchoreografie einzustudieren. Das machen wir bestimmt irgendwann einmal. Das ist für uns ganz wichtig, dass wir auch andere Sachen in die Band einbringen können. Es ist schön, einen Anlass zu haben, etwas zu machen. Das ist voll geil. Il Civetto ist der ideale Ort dafür.

Vielen Dank Jungs. Das war sehr schön mit euch zu reden.

Das Interview führte Katja Mollenhauer. Fotos von Nadja Wehling

Die Band il Civetto – der Name bedeutet im Italienischen "Nachteulerich" – formiert sich aus Leon Keidtisch (Gesang/Bass), Leo Schulz (Ukulele/Backing Gesang), Tristan Boettger (Gitarre/Gesang), Lars Löffler (Klarinette/Saxophon/Backing Gesang) und Leon Bollinger (Percussion). Seit 2010 machen sie Musik. Erst nachts in der U-Bahnlinie 1, dann auf Partys und jetzt in Berliner Clubs und ganz Deutschland. Auch in Istanbul sind sie schon aufgetreten. Berlins stadtbekannte DJane Ipek hat die Band an das Plattenlabel Eastblok vermittelt. Mit dem Label im Rücken starteten sie in diesem Jahr ihr Projekt Debütalbum. Im November 2015 haben sie ihr Ziel erreicht. Ihr erstes Album wurde veröffentlicht. Im kommenden Jahr wollen sie viele Konzerte geben. il Civetto auf Facebook

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