April 2015 / Detlef Soelter u. Matty Withoot / Opernregisseur & Kostümbildner / Berlin-Schöneberg

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Was hat euch ins Operngenre gezogen?
Detlef: Ich wollte das immer seit ich 15 war. Mich wusste niemand heranführen. Das Interesse für die Oper kam aus mir selbst. Ich habe das Radio aufgedreht, es lief Opernmusik, und ich fand das toll. Ich hatte damals noch keine Ahnung, was ich an der Oper machen möchte, ob Sänger oder Regisseur oder oder. Ich habe dann Theaterwissenschaften und Musikwissenschaften studiert. Während des Studiums habe ich angefangen bei Opernregisseuren zu assistieren. Ich fand die Regieassistenz sehr spannend. Ich war an verschiedenen Häusern in Berlin, u.a. an der Deutschen Oper Berlin und an der Komischen Oper. Das war 1987, noch in der alten DDR, und somit für mich ein großes Abenteuer. Ich komme ja aus dem Westen.
Irgendwann kam der Wunsch, selbst Regie zu führen. Nach dem Studium war ich fünf Jahre Abendspielleiter an der Wiener Staatsoper. Danach zwei Jahre "Resident Director" bei der Inszenierung von "Phantom der Oper" in Basel. Seit 1998 bin ich freischaffend als Regisseur für Musiktheater tätig mit Produktionen in ganz Europa. Heute ist es meine große Leidenschaft. Matty hat einen anderen Weg genommen.

Matty: Mich hat mein erster Mann an die Oper herangeführt. Ich fand Arien immer ganz toll, nicht die ganze Oper, das war mir zu lang und teilweise zu depressiv, z.B. Wagner, aber den Gesang fand ich immer sehr schön.
Dann bin ich nach Berlin gezogen. Ich wollte nur ein Jahr in Berlin bleiben, aber die Stadt war und ist extrem kreativ und inspirierend, und ich konnte mich hier in allen künstlerischen Bereichen, die mich interessieren, unter Beweis stellen.
Vor 24 Jahren habe ich in Berlin meinen leider verstorbenen Mann kennengelernt. Der war Manager der Kammeroper Schloss Rheinsberg. So war ich wieder im Operngenre und klassischem Gesang involviert. Ich habe aber nie den Ehrgeiz besessen, etwas im Opernbereich zu machen. Ich habe immer mein eignes Ding gemacht, bis ich dann Detlef kennenlernte. Vor der Oper habe ich auch schon mit Kostümen zu tun gehabt. Ich habe sie für Showgruppen auf höchstem künstlerischen Niveau gemacht und auch für viele Künstler im In- und Ausland privat angefertigt.

Detlef: Matty ist jetzt sehr bescheiden. Er kann Kostüme machen, er kann nähen. Als mich 2010 sein verstorbener Mann für Rheinsberg engagiert hatte, war das eine halbszenische Geschichte, bei der Matty noch gar nicht involviert war. Ich war damals mit den Kostümen sehr unzufrieden. So sagte ich zu seinem Mann:
- "Du, wir brauchen noch einen Kostümbildner."
- "Ja, da hast recht. Kennst du denn jemanden?"
- "Ja, ich kenne jemanden. Ihn." (auf Matty zeigend)
- "Nee, das kann der nicht."
- "Doch, das kann der."
- "Na gut."

Matty: Mein Mann hat das zugelassen. Er hat gesagt, "Ich gebe dir eine Chance. Wenn du die versemmelst, dann war's das". Es war aber ein Mega-Erfolg.

Detlef: Aus dieser ersten Operette wurden dann vier in Rheinsberg. "Frau Luna", "Der Vogelhändler", "Der Bettelstudent" und "Der Zigeunerbaron". Die haben wir im Anschluss auch am Staatstheater Braunschweig auf die Bühne gebracht. 2013 folgte eine Produktion an der slowenischen Staatsoper. Da haben wir zusammen "Rigoletto" gemacht. Das war auch ein toller Erfolg. Besonderes Lob bekamen seine Kostüme. Jetzt hoffen wir, dass es so weiter geht.

Wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt?
Matty: Wir haben uns im Internet über gleiche Interessen kennengelernt. Zuerst sind wir Freunde geworden, und aus anfänglichen Freunden wurde dann später sogar ein super funktionierendes berufliches Team.

Welche Fähigkeiten schätzt du, Detlef, an Matty und umgekehrt?
Matty: Detlef bewahrt die Ruhe. Er ist kreativ. Seine Stärke ist der Umgang mit Menschen. Er ist konzeptionell sehr gut, das heißt er ist sehr gut vorbereitet.
Unsere Produktionen, die wir zusammengemacht haben, sind reibungslos verlaufen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, wenn man sich andere Teams anschaut. Das funktioniert so gut, weil wir sehr gute Freunde sind. Wir können uns alles sagen, ohne den Menschen in Frage zu stellen.

Detlef: Matty ist ein wahnsinniger Mensch im besten Sinne des Wortes. Was ich an ihm schätze, ist seine Kreativität. Es gefällt mir, dass er von den Leuten in den Werkstätten den Respekt abfordert. Er macht das mit einem wunderbaren Humor, der mir manchmal fehlt. Er lacht viel bei der Arbeit. Er ist ein sehr untypischer Kostümbildner. Er ist nicht so vergeistigt und läuft auch nicht ständig in schwarzen Klamotten herum. Ich finde ihn von allen Kostümbildnern, mit denen ich schon gearbeitet habe, am inspirierendsten.

Wen holst du als Regisseur, Detlef, als erstes mit ins Boot, wenn du eine neue Produktion planst?
Detlef: Eigentlich sind es vier Leute, die eine Produktion leiten. Der Regisseur, Bühnenbildner, Kostümbildner und Dirigent. Diese vier machen das Konzept, was man hört und sieht.
Das Schöne an einem Vierer-Team ist, dass es nicht einen Chef gibt, der sagt, wir machen das so, sondern jeder der vier eine künstlerische Kreativität hat, aus der er schöpft und die die Produktion bereichern. Aus jeder Ecke kommt etwas Maßgebliches.
Auch das Opernhaus, wo die Produktion läuft, wird mit in die Planung einbezogen. Denn jedes Haus hat bestimmte Vorstellungen und finanzielle Vorgaben. Als erstes muss man wissen, wie hoch ist das Budget. Haben wir 5.000 oder 15.000 Euro zur Verfügung?
Man muss immer schauen, für welches Haus man das macht. In Rheinsberg habe ich die Inszenierung "Rusalka" anders gemacht, als wenn ich sie im Staatstheater Stuttgart inszeniert hätte. Weil das Publikum ein anderes ist.

Matty: Da spielt mit rein: welcher Anspruch wird angelegt. Es ist wichtig, die Gegebenheiten des jeweiligen Theaters als künstlerische Herausforderung anzunehmen und dadurch eine gute Produktion herauszubringen.

Besteht das Opernhaus darauf, seine eigenen Leute bei der Produktion mit einzubinden?
Matty: Ja, auf jeden Fall. Ein Kostümbildner ist z.B. nicht der beliebteste Gast. Die Stimmung in den Häusern ist manchmal ganz kritisch, wenn du für eine Produktion Leute aus anderen Teilen des Landes engagierst. So eine Produktion ist immer eine ganz sensible Geschichte.

Detlef: Wir gehen aber davon aus, dass man uns will. Dann haben wir das recht darauf, so kreativ zu sein, wie wir sind. Sonst hätte man uns ja nicht engagiert. Für mich ist es immer ein ganz großes Abenteuer. Ich habe schon Produktionen in drei Wochen oder auch in sechs Monaten konzipiert. Es gibt keine einfache Produktion. Jede hat ihre Schwierigkeit und ihre Hemmschwellen, wo man drüber muss. Es gibt auch nie die idealen Produktionsbedingungen. Man muss immer mit den Bedingungen auskommen, die das Haus bietet. Das ist das Budget, dass sind die Probenbedingungen, das kann ein Intendant sein, der querschießt. Das kann alles sein. Für uns ist immer wichtig, wenn es zu Schwierigkeiten als Herausforderung kommt, was braucht die Premiere. Denn die Qualität der Premiere ist das A und O.
Eine Produktion braucht keine Kleinkriege. Deswegen bin ich gerne freischaffender Opernregisseur. Wenn du als Gast an ein Haus kommst, kannst du freier arbeiten.

Matty: Meistens brauchen die Häuser auch ab und an frischen Wind, eine andere Kreativität, eine andere Sicht der Dinge. Das ist das Schöne am freien Arbeiten.


Das heißt, neben der Kreativität ist es auch der kommunikative Aspekt, der bei einer Produktion entscheidend ist.
Matty: Ja, genau, kriegen wir es hin oder nicht. Das brauchst wirklich soziale Kompetenzen.

Detlef: Es kommt beim Theater gar nicht so sehr drauf an, viel Geld aus dem Fenster zu schmeißen. Wenn du das Geld nicht hast, dann ist Kreativität gefragt.

Matty: Das ist etwas, wodurch du sehr viel Anerkennung erreichst. Mit wenig Geld etwas Großes auf die Bühne zu bringen. Mit viel Geld kann jeder etwas Großes auf die Bühne bringen, aber wenn du nur 300 Euro hast und musst 14 Leute ausstatten und du denkst, 'wie kriege ich das hin?'. Bei der Produktion "Der Bettelstudent" hätte ich 20 Perücken haben müssen. Eine Perücke kostet hunderte von Euro. Und ich hatte nur 1.500 Euro. Dann habe ich die Perücken selber aus Papier gemacht. Das sah mega toll aus. Eine Perücke kostete dann nur 30 Euro.
Ich bin Niederländer, und in Holland hast du unheimlich viele Stoffgeschäfte, die wesentlich billiger sind als in Berlin. So kannst du wirklich super gute Stoffe sehr billig bekommen. Für solche Sachen wirst du bewundert...dass du weißt, wo du die Sachen herbekommst und dass die Sachen hochwertig aussehen und nicht trashig.

Detlef: Es ist ja nicht so wichtig, wie toll der Stoff im Laden aussieht. Man muss sich vorstellen können, wie er im Licht wirkt. Vor zwölf Jahren habe ich z.B. in Vilnius an der litauischen Staatsoper "Turandot" von Puccini gemacht. Da hatten wir ein Budget von 1.500 Euro für 120 Kostüme. Moni, meine damalige Kostümbildnerin, ist shoppen gegangen und hat gesagt, "Ich finde das Billigste, und das wird geil aussehen". Für die Turandot wollte ich, dass sie so einen riesigen schwarzen Pelzmantel trägt, und Moni hat in ganz Litauen und Österreich nach dem billigsten Webpelz geschaut. Das hat sie geschafft, und der Pelz sah im Licht wie der teuerste Pelz der Welt aus.

Matty: ...oder als ich Pelzmützen aus diesem Pelzdecken von KIK gemacht habe. Die Decken kosteten das Stück 7,99. Der Clou ist auch, die Dinger müssen halten. Wenn du die zwölf Mal aufsetzt, dann... Deswegen sind die Schnitte ganz wichtig und die Näherinnen...dass die das so hinkriegen, wie du dir das vorstellst.

Detlef: Darin ist Matty brillant. Denn viele Kostümbildner haben tolle Ideen, können aber praktisch nicht nähen. Matty kann sich in den Werkstätten an eine Maschine setzen und nähen. So kriegt er immer einen großen Respekt in den Werkstätten.

Matty: Wenn du nicht nähen kannst, hast du immer eine Kommunikation, die von oben herabkommt. Wenn du selber von der Materie Ahnung hast... Es ist nicht Sinn der Sache, in die Werkstatt reinzukommen und die Näherinnen niederzumachen, wenn ein Kostüm nicht gelungen ist. Alle im Team verdienen ihre Anerkennung. Jeder ist Teil der Produktion. Jeder bringt Ideen rein, die es nur noch besser machen. Das ist eine tolle Sache.

Was war euer Projekt, auf das ihr beide sehr stolz seid?
Matty: Ich finde, das war "Zigeunerbaron". Das waren alles Biedermeierkostüme, die ich aus Jeansstoff anfertigen ließ. Und das hat keiner mitgekriegt.
Ich wollte immer, dass jede Produktion komplett anders wird. Viele Kostümbildner verfolgen eine Linie. Da weißt du, was dich erwartet, wenn du hingehst. Und das will ich nicht.


Das heißt, du gehst auch gar nicht in den Fundus des Opernhauses?
Matty: Nein, ich versuche das immer ohne Fundus. Wofür ich meist in den Fundus gehe, sind Schuhe, weil das immer ein Riesen-Kostenfaktor ist.

Detlef: Um auf deine Frage zurückzukommen, ich bin eigentlich auf jedes Stück stolz, das wir zusammen gemacht haben. Jedes Stück ist ein Unikat, und es ist jedes Mal die Herausforderung, das hinzukriegen. Die Herausforderung ist nicht nur das Finden der Bilder, sondern auch das Handwerkliche.

Vielleicht um eines doch hervorzuheben. Die vier Operetten, die wir in Rheinsberg gemacht haben, hatten sehr spezielle Herausforderungen, denn sie waren halbszenisch von der Festivalleitung gewünscht. Das bedeutet, das Orchester war auf der Bühne, nicht im Orchestergraben, dahinter stand der Chor und davor auf einem Bügelbrett von 18 Metern Länge und zwei Metern Tiefe spielten die Solisten und Sänger mit Masken. Das muss man erstmal hinkriegen. Zudem waren es Openair-Aufführungen. Jede Produktion hat ihre eigenen Gesetze.

Matty: Jedes Mal springst du ins kalte Wasser...Kooperieren die alle? Geht das gut? Kommst du mit denen klar? Ist eine Sängerin schwanger geworden? Hat ein Sänger seine langen Haaren abgeschnitten? Man ist immer am umdenken.
Alleine schon, wenn die Kleider fertig sind, dann haben die jungen Mädels Kleider an, mit denen sie nicht umgehen können. Die Kleider haben vier, fünf Reifröcke und noch eine Corsage, bei der sie denken, sie bekommen keine Luft. Die musst du alle beruhigen und besänftigen...dass man das hinkriegt, dass sie nicht von der Bühne fallen, dass sie die Treppe mit dem Kleid hochkommen.

Was macht Oper für euch aus? Was ist euch wichtig?
Detlef: Oper muss ein Fest sein. Das heißt nicht, dass es banal aussehen muss. Es soll eine perfekte Kunstform sein, die alles miteinander verbindet. Die Musik, die uns beiden so wichtig ist, weckt ja Emotionen, und ich will, dass die Leute etwas davon mitkriegen... dass die Leute berührt sind...das sie lachen, weinen...

Matty: Es ist gar nicht das Geld, was so wichtig, es ist vielmehr die Anerkennung.

Detlef: Genau, und zwar die Anerkennung der einfachen Leute. Die Anerkennung der großen Kunstkenner interessiert mich nicht. In Rheinsberg war es z.B. mal der Fall, als ich draußen im Heckentheater geprobt habe und ein Ehepaar in der Nähe auf seiner Picknickdecke saß. Nach ein paar Tagen bin ich zu ihnen hin und sagte: "Sagen Sie mal, ich finde das so schön, dass Sie hier jeden Tag stundenlang sitzen und uns bei der Arbeit zuschauen." Die Frau sagte: "Ja, weil das so schön ist. Die Musik ist wunderschön. Können wir noch bleiben?" Und ich antwortete: "Bleiben Sie bis zur Premiere. Ich schenke Ihnen dafür zwei Tickets." Sowas berührt mich dann.
Es kommt manchmal auch vor, dass sich Sänger bei uns bedanken.
Wir machen es doch aus Spaß.

Matty: Ich finde es immer schön, wenn die Leute einen unvergesslichen Abend haben.

Detlef: Zum Beispiel hat Matty einen tollen Effekt bei der Sterbeszene in "Rigoletto" an der slowenischen Oper hingezaubert. Da wird die Gilda, die in einer Schaukel sitzt, – sie hat ihr normales weißes Kleid an – immer größer. Sie singt ihre Sterbeszene und plötzlich ist sie vier Meter fünfzig groß, d.h. das Kleid wird größer. Und dieser Effekt kommt ganz langsam.

Matty: Und da kommt es sehr auf die Stoffe drauf an. Wenn das wirklich gute Stoffe sind, die wie eine Wolke hochgehen, dann bleibt das bei den Leuten hängen, und man wird später immer drauf angesprochen.

Detlef: Die Anerkennung für das ganze Team ist genauso wichtig. Ich mache das in der Regel so, dass ich ein paar Flaschen Sekt organisiere und nach der Premiere lade ich Techniker und Näherinnen und Requisiteure – alle, die hinter Bühne arbeiten und nie den Applaus von den Zuschauern bekommen – auf die Bühne ein, und wir trinken den Sekt zusammen, und ich bedanke mich bei allen für die Arbeit. Das ist für uns wichtig, dass man jeden Menschen, der dort arbeitet, mit Respekt behandelt...und nicht von oben herab. Ich bin nichts Besseres, weil ich Regisseur. Wir leiten das Ganze, aber das ist auch alles.

Das Interview führte Katja Mollenhauer. Fotos von Nadja Wehling

Detlef Soelter ist 1962 in Westfalen geboren. Durch die Regieassistenz bei renommierten Regisseuren wie Kurt Horres Jürgen Flimm und Adolf Dresen entwickelt er seinen individuellen Stil. Neben der Arbeit als Regisseur liegt es ihm heute am Herzen, sein Wissen an jungen Talente weiterzugeben. U.a. hat er bei den "Steglitzer Tage der Alten Musik Berlin" zwei Masterclasses. Neben der Oper ist er leidenschaftlicher Hobbygärtner, genauso wie Matty. www.theaterjobs.de/DetlefSoelter

Matty Withoot ist 1963 in den Niederlanden geboren. Er will nur ein Jahr in Berlin bleiben, bleibt aber seit 1987 der Stadt treu. Er fängt an der "Hochschule der Künste" an zu studieren, beendet sein Studium aber nicht. Sein Credo "Kreativität ist nicht studierbar, das Handwerk aber schon." Er will nicht nur EIN einziges Studium absolvieren, sondern sich in allen Bereichen künstlerisch ausleben. Daher beendet er kein Studium. Mattys Grundberuf ist Erzieher in einem Kinderladen. Hier lebt er neben seiner Arbeit an der Opernbühne seine künstlerisch-kreativen Seiten aus. Der Kinderladen, den er leitet, hat ein eigenes Theater, in dem jährlich Stücke für Kinder aufgeführt werden.

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